Solidaritätsveranstaltung für die KollegInnen bei Vivantes und Charité Facility Management (CFM)

Von der Charité bis Vivantes: Aktiv für mehr Personal und gegen Lohndumping

Die Situation in den Krankenhäusern hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert: Die Ökonomisierung der Krankenhäuser führt in Berlin und bundesweit zu einem Pflegenotstand durch Personalmangel; aber auch zu Ausgliederungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen auf Grund von Kostendruck. Zu wenig Personal und miserable Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern führen auch für PatientInnen zu einer Verschlechterung ihrer Genesungsbedingungen und Versorgung.

Mit dem erfolgreichen Streik an der Charité, der den ersten Tarifvertrag für mehr Personal im Krankenhaus durchsetzen konnte, ist es erstmals gelungen, diesen Entwicklungen etwas entgegen zu setzen. Motiviert durch den Erfolg machen sich nun auch die Beschäftigten bei Vivantes auf den Weg, um ebenfalls eine Mindestbesetzung tariflich durchzusetzen.
Nach dem Abschluss an der Charité erklärte die Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD): „Der Tarifvertrag ist deutschlandweit einmalig und wegweisend“. Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) meinte ebenfalls „Er wird hoffentlich Signalwirkung entfalten. Ein guter Tag nicht nur für die Charité, sondern für die gesamte Krankenhauslandschaft“. Beide erklären auf einmal ihre Unterstützung, obwohl sie ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten für eine bessere Gesundheitsversorgung nicht nutzen und der Senat noch nicht mal seiner Investitionsverpflichtung nachkommt! Wir wollen daher weiter politischen Druck entfalten!

Das Bündnis Berlinerinnen und Berliner für mehr Personal im Krankenhaus meint: Lasst uns die Politiker*innen beim Wort nehmen! Vivantes ist ein öffentlicher Krankenhausbetrieb. Die verantwortlichen PolitikerInnen in den Aufsichtsräten sind jetzt gefordert, sich hinter die Forderung der Beschäftigten zu stellen.

Aufstand der Töchter! Jetzt Druck machen auf die Politik!
Auch die Kolleginnen und Kollegen der Tochtergesellschaften bei Vivantes und Charité begehren auf: Die Beschäftigten der CFM wollen den gleichen Tarifvertrag wie an der Charité durchsetzen. Die Beschäftigten der Vivantes Service GmbH und Therapeutische Dienste wollen endlich den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) durchsetzen und dem Lohndumping ein Ende bereiten. Hier ist vor allem politischer Druck nötig, um den Senat zur Rücknahme von Tarifflucht und Ausgründung zu zwingen.

Kommt zur Solidaritätsveranstaltung! Es geht um unsere Gesundheitsversorgung!

Montag 29. August 18h im ver.di Haus , Köpenicker Str. 30, Raum 6.05

mit:
Victoria Al Hourani (Kollegin im Vivantes Klinikum am Urban)
Stephan Gummert (ver.di Charité)
Kati Ziemer (Betriebsrätin CFM*)
Tarkan Barutcu (Kollege der Vivantes Service GmbH)
Johanna Henatsch (Assistenzärztin Vivantes Krankenhaus Neukölln)
Charlotte Rutz-Sperling (Theraupeutin Vivantes)

Weitere Kolleg*innen, Patient*innen und Politiker*innen sind eingeladen, sich in die Diskussion aktiv einzubringen.

  • dient nur zur Kenntlichmachung der Person

Einladung_Soli_VA_29._Aug.pdf
(683,07 kB)

(C) 2013 ver.di - Fachbereich Gesundheit & Sozialeszuletzt aktualisiert: 27.06.2017